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Transaktionen

IMMOFINANZ: "Wir haben einfach gute Deals gemacht"

Bettina Schragl, Head of Corporate Communications and Investor RelationsBeitrag von Bettina Schragl, Head of Corporate Communications and Investor Relations
12.09.2014 | 0 Kommentare

Im Interview für den aktuellen Geschäftsbericht 2013/14 spricht Marco Kohla, Director Transactions der IMMOFINANZ Group, über die Unterschiede am Transaktionsmarkt in West- und Osteuropa, neue Käufer und erklärt, warum Osteuropa für Investoren zunehmend zur Alternative wird.
Marco KohlaMarco Kohla
Erneut hat die IMMOFINANZ im Geschäftsjahr 2013/14 ein Rekordvolumen bei Immobilienverkäufen erzielt. Spiegelt das die Stimmung am Gesamtmarkt wider?

Marco Kohla: Auch im zurückliegenden Geschäftsjahr konnten wir wieder große Volumina über Verkehrswert, teilweise sogar mit Gewinnspannen von 10% und mehr, veräußern. Wir sind froh und stolz, die Strategie des aktiven Tradings erfolgreich fortgesetzt zu haben. Diese werden wir auch künftig beibehalten. Als Spiegelbild des Markts würde ich das Ergebnis aber nicht unbedingt sehen. Zwar hat der Transaktionsmarkt in einigen Segmenten wieder angezogen, von Rekordständen ist CEE aber noch weit entfernt. Wir haben einfach gute Deals gemacht.

Es gibt also nach wie vor große Unterschiede zwischen West- und Osteuropa?

Die Diskrepanz zwischen den westeuropäischen Ländern und Osteuropa ist nach wie vor immanent. Das sieht man allein an den Transaktionsvolumina: Westeuropa kam im Jahr 2013 auf EUR 145,0 Mrd., während in Osteuropa nur rund EUR 10,0 Mrd. gehandelt wurden. Und in dieser Zahl, die allerdings beinahe Vorkrisenniveau erreicht, ist Russland bereits inkludiert. Innerhalb Osteuropas sind weiterhin Polen und Tschechien die aktivsten Märkte mit deutlichem Abstand zum Rest. Aber eine Erholung ist hier eindeutig spürbar, es wird zum Beispiel wieder nach Bukarest geschaut.

Inwiefern hat sich das Stimmungsbild der Investoren im zurückliegenden Jahr geändert?

Für einige der großen Investoren werden die westlichen Märkte wieder reichlich teuer. Mit Anfangsrenditen unter 5% lässt sich eben nur schwerlich eine zweistellige Internal Rate of Return (annualisierte Rendite, Anm.) darstellen. Daher wird Osteuropa zur validen Alternative mit einem attraktiven Risiko-Rendite-Profil. Das Interesse hat in den letzten zwölf Monaten deutlich zugenommen und ich gehe davon aus, dass es sich bald in tatsächlichen Deals manifestiert. Die Stimmung ist jedenfalls deutlich optimistischer als vor einem Jahr.

Sind neue Käufer am Markt unterwegs?


Ja, eindeutig. Erfreulicherweise sind in allen Größenklassen neue Akteure hinzugekommen, von eher lokalen Privatinvestoren und Family Offices über mittelgroße Fonds bis hin zu global operierenden „Schwergewichten“ der Private-Equity-Branche oder Staatsfonds. Auch wir hatten das Vergnügen, den einen oder anderen in ein für ihn neues Terrain zu begleiten.

Welche Entwicklungen sehen Sie auf Sicht des kommenden Jahres am Investmentmarkt?

Das Interesse an Immobilieninvestments wird in Deutschland und Österreich unverändert hoch bleiben. Die Fundamentaldaten sind gut, Geld ist vorhanden und insbesondere sogenannte Core-Investments, also sehr gute Immobilien in sehr guten Lagen, werden sich ungebrochener Beliebtheit erfreuen. Zusätzlich wird sich der Trend zu etwas mutigeren Käufen verstärken, denn auch mit B-Class-Immobilien lässt sich gutes Geld verdienen. Osteuropa wird, wie bereits erwähnt, für einige wieder stärker ins Blickfeld rücken.

Liegt nun auch ein stärkerer Fokus auf opportunistischen Zukäufen, bieten sich mehr Möglichkeiten an?

Wir sehen in der aktuellen Marktlage hervorragende Chancen für selektive Zukäufe. Einige Märkte haben den Tiefpunkt hinter sich gelassen. Und bevor der Aufschwung einsetzt, kann man die besten Käufe tätigen. Die Möglichkeiten haben nicht zugenommen, sie waren auch bisher schon da, nur hat sich ihre relative Attraktivität verbessert.

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