Immofinanz Company Blog
Strategie

Der neue IMMOFINANZ Company Blog: Get involved!

Eduard Zehetner, CEO until 30 April 2015Beitrag von Eduard Zehetner, CEO until 30 April 2015
04.09.2012 | 6 Kommentare

Herzlich willkommen auf unserem neuen Company Blog!
Liebe Leserinnen und Leser,

Als „Erfinder“ dieses Blogs ist es mir ein Anliegen, über diesen Kanal mit möglichst vielen Aktionären und Partnern des Unternehmens in Kontakt zu treten respektive allen Interessierten Informationen über die IMMOFINANZ Group zu liefern.

Wir entwickeln das Unternehmen gerade von einem Immobilienhalter zu einer Immobilienmaschine: der Ausbau unserer Entwicklungsaktivitäten, die weitere Optimierung der Immobilien durch unser umfassendes Asset Management und die Intensivierung unseres Verkaufsprogrammes sind Aufgaben, die uns derzeit intensiv beschäftigen. Mit unserem Blog möchten wir Ihnen einen umfassenden Einblick in unser Geschäft ermöglichen. Aber hier soll nicht nur Platz für diese Inhalte sein. Gerne diskutieren wir mit Ihnen auch Fragen zum Kapitalmarkt, zu den Auswirkungen der „Sovereign Debt Crisis“ und zu alle anderen makroökonomischen Entwicklungen und wie sich diese auf das Geschäft der IMMOFINANZ Group auswirken.

Allerdings wollen wir auf unserem Blog – und das ist mir persönlich ein ganz wichtiges Anliegen – wissen, mit wem wir kommunizieren. Wir interessieren uns für einen Dialog auf Augenhöhe, kultiviert und mit Rückgrat. Deshalb verstecken wir uns nicht hinter Spitznamen und Pseudonymen, sondern kommunizieren mit unseren vollen Namen und erwarten das auch von den externen Diskussionsteilnehmern.

Ich freue mich auf spannende Diskussionen mit Ihnen in unserem neuen Company Blog!

Herzlichst,
Ihr Eduard Zehetner

6 Kommentare

 Johann  Trisko Johann Trisko
12.09.2012 | 17:05

Sehr geehrter Herr Dr. Zehetner!

Vielen Dank für Ihre ausführliche und unglaublich schnelle Antwort.

Das ermutigt mich zu einer Zusatzfrage:
Ich verfüge über kein aussagekräftiges Zahlenmaterial. Ich konnte nur auf einfachen Weg die Kursentwicklung in der Krise 2008 von den Industrieaktien VOEST und Lenzing mit CA Immo und S-Immo vergleichen. Sie waren ähnlich katastrophal. Ich glaube mich zu erinnern, dass als eine der wichtigsten Ursachen die Abhängigkeit der Immobilien AGs vom Kreditapparat angeführt wurde. Wäre das nicht für die Immofianz Group im Fall 1) auch eine Gefahr?

Mit freundlichen Grüßen

Johann Trisko

Antworten
Eduard Zehetner, CEO until 30 April 2015 Eduard Zehetner, CEO until 30 April 2015
19.09.2012 | 15:06

Lieber Herr Trisko!



Entschuldigen Sie bitte, dass diesmal die Antwort länger gedauert hat.



Diese Abhängigkeit wird - bei uns - in aller Regel dramatisch überschätzt. Außer am tiefsten Punkt der Krise (Q4/2008 - Q1/2009) haben wir bei unseren Refinanzierungen keinerlei Probleme gehabt, und damals auch nur wegen der katastrophalen Unternehmenssituation.

Bereits Ende des ersten Quartals 2009 gelang es uns, für die Fertigstellung unseres Shopping Centers Rostokino in Moskau einen Development-Loan der Sberbank über USD 175 Mio zu bekommen.

Trotzdem - was wir gelernt haben aus dieser Krise, ist, liquiditätsmäßig auf vieles - alles wäre übertrieben - vorbereitet zu sein. Dies dokumentiert auch der hohe Liquiditätspolster, über den wir seit mehreren Quartalen verfügen.



Mit freundlichen Grüßen

Dr. Eduard Zehetner

Antworten
 Johann  Trisko Johann Trisko
11.09.2012 | 18:07

Sehr geehrter Herr Dr. Zehetner!

Gerade die Frage der Auswirkung makroökonomischer Entwicklungen auf das Geschäft der Immofinanz Group beschäftigt mich seit geraumer Zeit.
Ich wäre sehr an Ihren Ansichten dazu interessiert und zwar
1) Auswirkungen des Ausscheidens Grechenlands aus der Eurozone
2) Auswirkungen des Zerfalls der Eurozone
3) Auswirkungen einer starken Inflation.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Trisko

Antworten
Eduard Zehetner, CEO until 30 April 2015 Eduard Zehetner, CEO until 30 April 2015
12.09.2012 | 00:40

Lieber Herr Trisko!

Am leichtesten ist Ihre Frage 3) zu beantworten: Eine starke Inflation würde Immobilienunternehmen wie die IMMOFINANZ am leichtesten bewältigen, weil unsere Mieten fast ausnahmslos wertgesichert sind und die Meinung vorherrscht, dass gerade Immobilien der ideale Inflationsschutz sind und daher stark nachgefragt würden. Trotzdem wünsche ich mir ein derartiges Szenario nicht, weil es von hohen Unsicherheiten geprägt wäre und viele negative Aspekte mit sich brächte.

Zur Frage 1) meine ich, dass hier - mit Ausnahme weiterer Unsicherheiten auf den Finanzmärkten - die direkten Auswirkungen denkbar gering wären. Ich glaube aber nicht, dass die sozialen Spannungen und Probleme in Griechenland, die mit so einer Entwicklung einhergingen,  insgesamt für Europa wünschenswert wären. Griechenland muss seinen aufgeblähten Staatsapparat, seine sinnlosen Rüstungsausgaben und seine Ineffizienz in der Steuereintreibung (Korruption!) in den Griff bekommen - und seine Arbeitskosten senken, damit es wieder konkurrenzfähig wird.

Frage 2)  zu beantworten, beinhaltet sehr viel an Spekulation. Man müsste solchen Überlegungen viele Hypothesen voranschicken, etwa: welche Währung tritt an seine Stelle oder bleibt der EURO und scheren nur die Problemnationen aus (PIGS-Staaten) etc. etc.
Vermutlich würde der Nord-EURO 20 - 30% aufwerten, unser Immobilienvermögen detto, gleichzeitig enormer Druck auf die Mieten in Osteuropa entstehen, weil diese  an den EURO gebunden sind etc. etc.
Jedenfalls wäre damit eine massive Rezession verbunden, die ein Immobilienunternehmen immer wesentlich weniger trifft als Industrieunternehmen, siehe auch die Krise 2008.
Realistisch betrachtet, kann man sich nicht wirklich auf derartige Szenarien vorbereiten, weil man die konkreten Rahmenbedingungen, die dann herrschen würden, nicht kennt.
Im europäischen Interesse kann man nur soviel wie möglich beitragen, dass solche Horrorszenarien nicht eintreten, und gleichzeitig muss man alle politischen Massnahmen unterstützen, die eine solche Entwicklung vermeiden helfen. Gerade in Osteuropa, wo viel Wachstum möglich wäre, hemmen aber oft sinnlose "Austerity-Massnahmen", weil wenig Staatsverschuldung vorhanden, die wirtschaftliche Erholung. In Westeuropa zahlen wir jetzt ganz einfach die Zeche für die Schuldenpolitik der letzten Jahrzehnte, mit dem Paradoxon, dass der größte Schuldenmacher, die USA, sich keinen Deut um Sparen schert, uns aber vor sich hertreibt, weil es das - insbesondere auch militärisch - mächtigste Land der Erde ist.
Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass wir mehrere Jahre hoher finanzwirtschaftlicher Volatilitäten mit langsam stärker werdender Fiskalintegration erleben werden. Die weitere Verbreitung des EURO wird auf Jahre hinaus gestoppt sein.
Insgesamt glaube ich, dass alle drei von Ihnen genannten Szenarien nicht eintreten werden, weil sie zum Teil radikale Auswirkungen auf die politischen Systeme in Europa hätten.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Eduard Zehetner

Antworten
Mag. Armin Partl Mag. Armin Partl
04.09.2012 | 17:06

Ich bin über die Expo Real Teilnehmerdatenbank zufällig auf Ihre Homepage gelangt. Die comm.ag beschäftig sich mit Immobilienmarketing. Ich gratuliere zur Initiative, über den Blog so offen zu diskutieren - dies ist in der Branche noch nicht sehr verbreitet.

Liebe Grüße
Armin Partl
www.comm.ag

Antworten
 Matthias Heimberger Matthias Heimberger
04.09.2012 | 15:49

Sehr geehrter Herr Dr. Zehetner,

vielen Dank für Ihren tollen EInsatz für die gesamte Immofinanz Gruppe, ich freue mich schon auf die HV und denke das alle Aktionäre stolz auf so einen Vorstand sein können.

Denn alleine Ihr eigenes Investment ins Unternehmen Immofinanz zeigt von großem Vertrauen in die "eigene" Arbeit, selbstverständlich auch in die ALLE anderen Angestellten.

lg Matthias Heimberger

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