Immofinanz Company Blog
Wohnen

Zur aktuellen Medienberichterstattung: "Buwog zu verkaufen"

Daniel Riedl, COOBeitrag von Daniel Riedl, COO
10.08.2012 | 4 Kommentare

Derzeit wird in den Medien über den Verkauf der BUWOG geschrieben. Ganz konkret titelte Die Presse am 6. August 2012 "IMMOFINANZ: Buwog zu verkaufen“. Dazu macht es Sinn, ein paar Zeilen zu schreiben:

Derzeit laufen weder Verkaufsgespräche noch gibt es einen Verkaufsprozess für einen Verkauf der BUWOG.

Es ehrt uns, dass die BUWOG immer wieder im Gerede ist, wenn auch leider nicht immer mit Leistungen, die das Unternehmen erbringt, sondern mit diversen Machenschaften rund um die Privatisierung 2004. Aber wir nehmen das locker auf und freuen uns über das Interesse an der BUWOG. 

Ganz generell gilt für jedes Asset der IMMOFINANZ Group, egal ob Immobilie oder Unternehmensbeteiligung: Wenn der Preis stimmt, dann werden wir auch verkaufen, wieso denn auch nicht? Und genauso war die Aussage von meinem Kollegen Eduard Zehenter bei der Pressekonferenz zum Jahresergebnis vor ein paar Tagen auch gemeint. Wenn der Preis passt, dann würden wir auch die BUWOG verkaufen – wieso denn auch nicht? Ich hoffe, das gibt ein wenig Klarstellung – und übrigens: Wir entwickeln und verkaufen Wohnungen in der BUWOG – Details unter www.buwog.at 

4 Kommentare

 Manfred Rohrauer Manfred Rohrauer
10.08.2012 | 08:36

Manchmal macht es Sinn, locker-flapsige Aussagen nicht zu tätigen. Immerhin handelt es sich auch bei der BUWOG um ein Unternehmen, dessen Wert mit der Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter steht und fällt. Und über die Medien in Nebensätzen ausgerichtet zu bekommen, dass man jederzeit zur Disposition stünde, fördert weder die Motivation der vorhandenen Belegschaft noch findet man dadurch leichter neue qualifizierte Mitarbeiter.
Auf der einen Seite die "Immofinanz-Familie" zu kreieren und auf der anderen Seite zu kommunizieren, dass jeder jederzeit aus derselben ausscheiden wird, "wenn der Preis" paß"t, ist ebenfalls nicht schlüssig.

Antworten
Eduard Zehetner, CEO until 30 April 2015 Eduard Zehetner, CEO until 30 April 2015
13.08.2012 | 10:33

Lieber Herr Rohrauer!

Unternehmen werden üblicherweise aus zwei Gründen gekauft: einmal, weil sie so schlecht geführt werden, dass jeder Erwerber meint, er könne es viel besser, oder zweitens, weil sie so erfolgreich sind, dass sie am Markt heiß begehrt werden. Im Falle der BUWOG könnte noch dazukommen, dass die dort enthaltenen Assets als deutlich unterbewertet wahrgenommen werden.
Alle drei Gründe liegen - bei aller Wertschätzung aller Beteiligten - nicht vor. Allerdings gibt es immer wieder großes Interesse an einzelnen Wohnungen, Häusern und Teilportfolii. Gelänge es uns, die BUWOG in den Augen internationaler Investoren zudem als "German Residential" zu positionieren, würde das dem Aktienkurs der IMMOFINANZ gut tun.
Auf die - interessierte - Frage einer Journalistin bei der Erklärung des Geschäftsmodells der IMMOBILIENMASCHINE (siehe Unternehmenspräsentation auf unserer Internetseite), ob wir denn auch die BUWOG verkaufen würden, habe ich wahrheitsgemäß mit "JA" geantwortet und gleich hinzugefügt, dass die Zahl der Bewerber überschaubar ist. Das war weder flapsig noch um einen "Sager" zu produzieren, sondern um das Geschäftsmodell und unsere "Mission" zu veranschaulichen. Letztere besteht darin, mit dem Geschäftsmodell der IMMOBILIENMASCHINE Geld für Aktionäre zu verdienen, denen der Immobiliensektor attraktiv für ihre Geldanlage erscheint.
Was Ihre Befürchtung betrifft, dadurch würde die "Motivation" der BUWOG Mitarbeiter negativ beeeinflusst, so bin ich - auch aus den oben genannten Gründen - anderer Meinung.
Zum einen freut es mich, dass die IMMOFINANZ doch ein erstrebenswerter Eigentümer zu sein scheint, obwohl das Gegner der Privatisierung dieses Unternehmens bis heute leugnen.
Zum anderen gehe ich davon aus, dass die BUWOG nur dann attraktiv für einen Käufer ist, wenn sie erfolgreich arbeitet.
Und drittens meine ich, dass wir mit einer gewissen, urösterreichischen Wehleidigkeit aufhören sollten, allen Veränderungen negativ gegenüberzutreten. Die IMMOFINANZ selbst wird an der Börse innerhalb von zwei Jahren einmal verkauft und kein Mitarbeiter merkt etwas davon. Würde das schneller, nämlich etwa einmal pro Jahr, passieren, hätten wir mit Sicherheit einen besseren Börsekurs! Und im Falle der BUWOG würden nicht die Mitarbeiter verkauft, sondern das Unternehmen. Und kein Erwerber würde, was er ohnehin nicht kann, beginnen, die MItarbeiter im Falle eines Erwerbs auszutauschen, und zwar eigennützig und durchaus aus den von Ihnen genannten Gründen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Dr. Eduard Zehetner

Antworten
 Manfred Rohrauer Manfred Rohrauer
14.08.2012 | 09:06

Sehr geehrter Herr Doktor Zehetner, vielen Dank für Ihre auführliche Antwort.
Die darin verkündete Botschaft höre ich gerne und kann auch die Argumente nachvollziehen.

Das Prinzip der Immobilienmaschine hatte ich vorher schon verstanden, erlaube mir jedoch, hier ein wenig zu differenzieren.
Immobilienmaschine nach meinem Verständnis heißt, IMMOBILIEN zu entwickeln und zu verkaufen, nicht jedoch Unternehmensteile selbst zu verkaufen. Es ist absolut zu begrüßen, wenn beispielsweise die Buwog Wohnenraum schafft und diesen dann profitabel verkauft. Das ist die Immobilienmaschine. Nicht aber der Verkauf der Buwog selbst.
Denn um die Immobilienmaschine zum Laufen zu bringen und am Laufen zu halten, benötigt man eben diese Mitarbeiter. Und diese bleiben dann nach dem Verkauf der Objekte auch erhalten und widmen sich neuen Objekten. Und dann wieder neuen und neuen. Das ist die Immobilienmaschine.

Der als wünschenswert dargestellte Verkauf der Buwog entspricht also nicht dem Gedanken der Immobilienmaschine, ganz im Gegenteil.
Der Verkauf von möglichst vielen Objekten der Buwog entspricht diesem Gedanken, das ist aber ein großer Unterschied.

Ich denke, dass dies auch Ihrem Verständnis entspricht und dass dieser Unterschied in einem verknappenden Zeitungsartikel nicht so dargestellt werden konnte und daher zu "unintended discussions" geführt hat.

Antworten
Eduard Zehetner, CEO until 30 April 2015 Eduard Zehetner, CEO until 30 April 2015
21.08.2012 | 17:01

Lieber Herr Rohrauer!

Danke für Ihre unterstützende Interpretation der Immobilienmaschine, aber sie ist etwas zu kurz gegriffen. Wie ich mit letzten Absatz meines vorigen Kommentars geschrieben habe, sind veränderte Eigentumsverhältnisse bei Unternehmen nichts grundsätzlich schlechtes. Ein neuer Eigentümer kann gut für die weitere Entwicklung eines Unternehmens sein, er kann auch schlecht sein. Beides habe ich in meinem Berufsleben erlebt. Es steht zwar überhaupt nicht zur Diskussion, aber selbstverständlich kann auch ein Teil des Konzerns wie die BUWOG Transaktionsobjekt im Sinne der Immobilienmaschine sein. Und die BUWOG wird umso begehrter sein, je besser und professioneller die Mitarbeiter dort arbeiten. Und es wäre ein Armutszeugnis für uns im Management des Konzerns und für Geschäftsführung und Mitarbeiter der BUWOG, müssten wir die Assets und das Unternehmen verkaufen, weil es so schlecht arbeitet. Weil das nicht der Fall ist, besteht diese Gefahr sicher nicht!
An weiteren Sandkastenspielen im Zusammenhang mit der Zukunft der BUWOG möchte ich mich aber nicht beteiligen, weil sonst gleich wieder Gerüchte durch die Medien geistern.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Eduard Zehetner

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